FAQ

Hier beantworten wir in den kommenden Wochen Eure Fragen zum Bewerbungsverfahren

Was ist unter einem "gesundheitsfördernden Methodenkonzept" zu verstehen?

Wir zielen mit unserem Wettbewerb auf Lösungen, die im Rahmen des Sozialgesetzbuches abbildbar sind. Lösungen, die "lediglich" zu einer Verbesserung der Verwaltungsabläufe führen würden, kommen für den Healthy Hub nicht in Frage. Mit dem Kriterium des " gesundheitsfördernden Methodenkonzepts" legen wir den Fokus auf innovative Lösungen, die Versorgungsprobleme angehen und/oder die Versorgung bzw. Behandlung optimieren oder auch Lösungen im Bereich von Prävention oder Vorsorge. Wie haben hierfür bewusst keine engere Definition gewählt, da wir damit unsere Offenheit für uns noch unbekannte Lösungen oder Ansätze zeigen wollen.

Steht die Bewerbung auch Unternehmen aus anderen EU-Ländern als der BRD offen?

Ja, die Bewerbung steht auch Unternehmen aus anderen EU-Ländern offen.
Bitte beachten Sie: Nach Ziffer 10 der „Bewerbungsbedingungen – Bewerbungsphase“ muss der Teilnahmeantrag in allen Bestandteilen in deutscher Sprache verfasst sein.

Was verstehen Sie unter einer "Bewerbergemeinschaft" laut Bewerbungsformular? Kann eine solche Bewerbergemeinschaft auch ein Zusammenschluss von mehreren Gesellschaften zum Zwecke der Bewerbung sein?

Bewerbergemeinschaften und andere gemeinschaftliche Bewerber sind zugelassen.
Für den Fall der Auftragserteilung haben Bewerbergemeinschaften und andere gemeinschaftliche Bewerber eine Rechtsform anzunehmen, bei der ihre Mitglieder gesamtschuldnerisch für die Erfüllung der angebotenen Leistungen haften.
Die Bewerbergemeinschaft muss in ihrem Teilnahmeantrag sämtliche Mitglieder der Bewerbergemeinschaft benennen sowie eines ihrer Mitglieder als bevollmächtigten Vertreter für das Vergabeverfahren sowie den Abschluss und die Durchführung des Vertrages bezeichnen. Bei keinem Mitglied der Bewerbergemeinschaft dürfen Ausschlussgründe gemäß §§ 123, 124 GWB vorliegen. Liegt bei einem Mitglied der Bewerbergemeinschaft ein zwingender Ausschlussgrund nach diesen Vorschriften vor, muss die Bewerbergemeinschaft das Unternehmen nach Aufforderung binnen angemessener Frist ersetzen.
Die Auftraggeber können eine Bewerbergemeinschaft auch dann zur Ersetzung eines Unternehmens auffordern, wenn ein fakultativer Ausschlussgrund vorliegt.
Weder der Teilnahmeantrag noch ein späteres Angebot dürfen durch eine Ersetzung inhaltlich verändert werden.

Kann eine Bewerbergemeinschaft aus mehreren EU-Staaten kommen oder müssen alle Bewerber im selben Land ansässig sein?

Die Mitglieder einer Bewerbergemeinschaft können aus unterschiedlichen EU-Staaten kommen. Es wird auf das oben gesagte zu „Bewerbergemeinschaften“ verwiesen.

Sie sprechen auf der Webseite häufig von Start-Ups. Gibt es ein maximales "Alter" der Gesellschaft, sprich muss es sich um neu gegründete Unternehmen handeln oder ist es ausreichend, dass die Produkte/Leistungen neu und innovativ sind?

Es ist ausreichend, dass die Produkte/Leistungen neu und innovativ sind. Auf der Website wird zwar das Wort „Start up“ verwendet, in Ziffer 1 der „Bewerbungsbedingungen – Bewerbungsphase“ heißt es dann aber: Es „sollen innovative Anbieter von Digital-Health-Lösungen (u.a. Start-ups) als geeignete Kooperationspartner der ARGE-Mitglieder identifiziert und ausgewählt werden“. Die öffentlichen Auftraggeber haben bewusst keine Definition von „Start ups“ in die Vergabeunterlagen aufgenommen, weil sie die Bewerberauswahl in dieser Hinsicht nicht einschränken wollen.

Macht es einen Unterschied ob man sich direkt bewirbt oder erst im Dezember?

Für den Erfolg der Bewerbung ist es völlig unerheblich, zu welchem Zeitpunkt innerhalb der Frist die Bewerbungsunterlagen eingehen. Die Auftraggeber geben jedoch zu bedenken, dass er während des Verfahrens an ihn gestellte Fragen auf der Website beantwortet. Es ist daher in der Regel sinnvoll, diese Antworten abzuwarten, bevor man seine Bewerbung abgibt.

Was genau ist mit datenschutzrelevanten Schnittstellen in der Bewerbung gemeint?

Die Auftraggeber haben in den „Bewerbungsbedingungen – Bewerberphase“ unter Ziff. 15.I. festgelegt: „Die Erfüllung der folgenden Kriterien muss aus der Bewerbung hervorgehen und nach Prüfung durch die ARGE mit "ja" beantwortet werden; andernfalls kann die Bewerbung keine Berücksichtigung finden: …

es müssen nachvollziehbare Angaben zu datenschutzrelevanten Schnittstellen des Produktes / der Lösung gemacht werden;…“

Dementsprechend haben die Auftraggeber im Online-Bewerbungsformular ein Pflichtfeld vorgegeben, welches überschreiben ist mit: „Unser Produkt / unsere Dienstleistung weist die folgenden, von uns bereits identifizierten datenschutzrechtlich relevanten Schnittstellen auf:… (Es folgt ein Textfeld, in welchem sodann die datenschutzrechtlich relevanten Schnittstellen vom Bewerber zu beschreiben sind)“.

Der Umgang mit personenbezogenen Daten sowie mit Betriebs- und Geschäftsgeheimnissen bei Krankenkassen ist an die Beachtung umfangreicher datenschutzrechtlicher Bestimmungen gebunden. Datenschutzrechtlich relevant ist die gesamte Erhebung, Verarbeitung und Nutzung von personenbezogenen Daten sowie von Betriebs- und Geschäftsgeheimnissen.

"Schnittstellen“ meint dabei vor allem, ob in dem Produkt/der Dienstleistung Schnittstellen zu Systemen der jeweiligen Auftraggeber aufgebaut werden müssen oder ob es andere Schnittstellen z. B. zu Drittsystemen gibt, die von datenschutzrechtlicher Relevanz sein könnten. Diese sollen entsprechend benannt werden.

Ist eine Bewerbung für ein Unternehmen aus Israel aufgrund der Nicht-EU-Zugehörigkeit somit generell schon ausgeschlossen?

Bitte beachten Sie: Nach Ziffer 10 der „Bewerbungsbedingungen – Bewerbungsphase“ muss der Teilnahmeantrag in allen Bestandteilen in deutscher Sprache verfasst sein und nach Ziff. 11.II. sind die geforderten Nachweise in deutscher Sprache vorzulegen. Bewerber mit Firmensitz außerhalb Deutschlands haben gleichwertige Nachweise von Stellen des Herkunftslandes in deutscher beglaubigter Übersetzung einzureichen.

Sollten Fragen zur Gleichwertigkeit der Nachweise des Herkunftslandes bestehen, können diese gerne gestellt werden.

Bitte denken sie daran, Bestandteil des weiteren Verfahrens ist ein Pitch, der einen persönlichen Präsentationstermin vor der Jury beinhaltet, so Ziffer II.2.4) der EU-Bekanntmachung und Ziffer 16 der „Bewerbungsbedingungen – Bewerbungsphase“. Die Übernahme von Reisekosten im Rahmen des Präsentationstermins ist nicht vorgesehen.