Der Healthy Hub kürt fünf Use Cases zu Siegern des zweiten Wettbewerbs

Über 70 Digital Health Unternehmen mit fast 80 verschiedenen Use Cases haben sich beim zweiten Wettbewerb des Healthy Hub  beworben. „Wir sind total glücklich über den weiterhin so hohen Zuspruch“, so Hub-Geschäftsführer Dr. Elmar Waldschmitt.“ Vier Unternehmen mit fünf Use Cases konnten sich am Ende des Wettbewerbes durchsetzen.“

Die Bandbreite der vorgestellten Use Cases war dieses Mal unheimlich groß. Sie reichte von Lösungen für chronische Erkrankungen und Schmerzen über diverse Prävention- und Lebensstillösungen, über neuartige Ansätze zur Rehabilitation, bis hin zu Lösungen für psychische Erkrankungen und Diagnoseverfahren - um nur einige zu nennen. „Als Trend konnten wir beobachten, dass viele Lösungen mittlerweile Leistungserbringer in die Versorgung  integrieren,“ so Waldschmitt. „Das ist ein guter Trend, weil sich so eine wirklich Personalisierung der Therapie und ein hoher Grad an Verbindlichkeit, Vertrauen und letztlich Compliance einstellen kann.  Wesentlich ist es aber, dass die Anforderungen der Leistungserbringer in den Lösungen auch im Sinne der Usability mitgedacht werden müsse.“

Neu eingeführt hat der Healthy Hub die Möglichkeit, dass sich Anbieter digitaler Lösungen auch mit mehreren Use Cases bewerben konnten. Die Anbieter haben diese Möglichkeit gut genutzt und das bestätigt die Einschätzung, dass digitale Lösungen immer öfter indikationsübergreifend eingesetzt werden können.

So hat zählt mit der Neolexon UG ein Start-up zu den Siegern, das zum einen mit Neolino eine App für Kinder mit Sprachentwicklungsstörungen  und zum anderen eine Aphasie-App zur Therapie von Aphasikern in den Wettbewerb vertreten eingebracht hatte. Interessant sind diese Use Cases auch vor dem gesundheitspolitischen Hintergrund, dass hier eine therapeutische Leistung mit Hilfe der App erbracht wird. https://neolexon.de/

Ein weiterer Sieger kommt aus der Schweiz: es ist die Mementor GmbH. Schlechter oder ungenügender Schlaf ist die Ursache einer Vielzahl von Folgeerkrankungen. Mit mementor somnium bietet Mementor ein digitales Schlaftraining zur Therapie von Schlaflosigkeit. Hier wurde der Goldstandard der Therapie von Schlafstörungen – die kognitive Verhaltenstherapie – digital umgesetzt. https://www.mementor.ch

Weiter geht es nach Leipzig, wo wir künftig mit dem Hersteller des Ovula Rings, der VivoSensMedical GmbH zusammenarbeiten werden. Der Ovula Ring verspricht bei unerfülltem  Kinderwusch. Indem er kontinuierlich die Körperkerntemperatut misst, ermittelt der Ovula ring die individuellen Zyklus- und Fruchtbarkeitsmuster der Frau. Damit können Frauen, die den Ovula Ring nutzen, herausfinden, ob sie Eisprünge haben oder ob es Anzeichen für eine hormonelle Zyklusstörung gibt. https://ovularing.com/

Mit der Rehappy GmbH aus Aachen beschäftigen wir uns mit der Nachsorge von Schlaganfallpatienten. Rehappy ist eine Motivations- und Wissenssoftware, die durch körperliche und emotionale Begleitung Schlaganfallpatienten wieder ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen will. „Selbstwirksamkeit“ ist das Motto, mit dem Patienten (re-)aktiviert werden. Fortschritte werden über ein mitgeliefertes „Energieband“ gemessen. https://www.rehappy.de/

Mit den Anbietern gehen die Kassen des Healthy Hub nun in die Vertragsverhandlungen. Hierbei werden gemeinsam mit den Unternehmen Vertrags- und Versorgungsmodelle entwickelt, die den Start-ups helfen werden, ihre Lösungen in realen Versorgungssituationen zu verwenden. Parallel werden die Projekte evaluiert.

Die beteiligten Kassen sind die BIG direkt gesund, die IKK Südwest, die Hanseatische Krankenkasse HEK, die mhplus Krankenkasse sowie die SBK Siemens Betriebskrankenkasse. Jedes Projekt wird unter der Federführung einer Kasse durchgeführt.

„Im kommenden Jahr werden wir den Healthy Hub auf die Anforderungen des Digitale Versorgung Gesetzes hin ausrichten. Einen neuen und entsprechend modifizierten Wettbewerb wird es im Jahr 2021 geben. Bis dahin bedanke ich mich aber erst einmal sehr herzlich bei allen Bewerbern und den Finalisten,“ so Elmar Waldschmitt abschließend.

Zurück